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Standortwahl


Die richtige Lage, z.B. eine gute Verkehrsanbindung, entscheidet über die Konkurrenzfähigkeit eurer Produkte oder Dienstleistungen. Der Unternehmensstandort bestimmt im Regelfall einen großen Teil der Kosten, der Flexibilität und der Kundennähe sowie des möglichen Wachstums eures jungen Unternehmens. Bei der Wahl des Standorts spielen sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren eine Rolle. Hier erfahrt ihr, welches die drei wichtigsten Punkte für die Auswahl eines Standorts sind.

 

Die Verkehrsinfrastruktur und das Kundenpotenzial

Wie gut ist der von euch gewählte Standort für Kunden und Lieferanten zu erreichen? Je nachdem, um welche Art von Unternehmen es sich bei euch handelt, kann ein Standort bevorzugt in der Fußgängerzone, an der Autobahn oder in Hafennähe liegen. Weitere Erfolgsfaktoren: Ausreichend Parkplätze und ein guter Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln.


Zwei Beispiele aus der Praxis: Ein Discountbäcker ist auf eine große Zahl von Laufkunden (ca. 1.000 am Tag) angewiesen. Für ihn kommt deshalb nur eine 1a- Innenstadtlage als möglicher Standort in Frage. Für ein Unternehmen, das sich auf die Programmierung von Software spezialisiert hat und bundesweit Kunden bedient, wäre eine Innenstadtlage nicht erforderlich. Hier würde ein vorzeigbares Büro am Stadtrand ausreichen. Dieses Beispiel zeigt: Vor allem der Handel muss mögliche Standorte in Hinblick auf die Käuferschicht eingehend analysieren. Schließlich ist es ein großer Unterschied, ob ein Lebensmittelgeschäft in der stark besuchten Innenstadt oder in einer strukturschwachen Hochhaussiedlung liegt. Auch kann man Kaufkraftstatistiken in die Standortwahl einfließen lassen.


Die Versorgungsinfrastruktur und die Konkurrenzsituation

Benötigt ihr für die Umsetzung eurer Geschäftsidee Vorprodukte anderer Hersteller oder seid ihr auf schnelle Versorgung durch Lieferanten angewiesen? Dann ist ein Standort in der Nähe dieser Geschäftspartner ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil. Je kürzer der Weg, desto schneller die Lieferungen. Das gilt auch, wenn ihr einen Großkunden mit Produkten oder Dienstleistungen versorgt. Und: Gerade im produzierenden Gewerbe bietet ein Standort in der Nähe anderer Unternehmen derselben Branche viele Vorteile. Praxisbeispiel: Produziert ihr Radkappen für große Automobilhersteller, solltet ihr auch räumlich deren Nähe suchen.


Natürlich macht es nicht in jeder Branche Sinn, sein Unternehmen in der Nähe der Konkurrenz oder gar des Marktführers aufzubauen. Überprüft die Konkurrenzsituation in der von euch gewählten Branche. In einer Straße mit zehn Eisdielen solltet ihr nicht die Nummer elf sein. Einen Überblick über die Konkurrenz verschafft eine Anfrage bei den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern oder bei Branchenverbänden.


Kostenstruktur

Je nach Standort fallen unterschiedliche Mietkosten und Kosten durch die öffentliche Hand sowie den Arbeits- und Rohstoffmarkt an. Gewerbesteuern und Lohnkosten sind beispielsweise ein entscheidender Standortfaktor. Weitere Punkte können etwa die Kosten für eine Grundstückserschließung und für die Müllentsorgung sein.

 

Quelle: www.geschaeftsidee.de - Das Gründerportal.


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